Blick ins Heft

DSC01461Vor ein paar Tagen ist die neue FAMA ins Haus geflattert. Ich habe sie fein säuberlich in meine FAMA-Box eingeordnet. Ich gestehe es offen: ohne einen Blick hineinzuwerfen. Nicht etwa weil ich grad keine Musse hatte – das zwar auch, aber das ist nicht der wahre Grund – nein, weil ich mich nicht getraute. Nun ist sie nämlich gedruckt. Nichts kann mehr daran geändert werden, wenn es einmal so weit ist und die FAMA unsere etwas mehr als tausend Abonnentinnen und Abonnenten erreicht hat. Ich kenne das Heft in- und auswendig. Ich war in der so genannten kleinen Redaktion. Das ist die Dreiergruppe aus unserem Neunerkreis von Redaktorinnen, die sich um die eigentliche Redaktion des Heftes kümmert. Als solche habe ich mich über mehrere Wochen immer wieder mit dem Heft auseinandergesetzt. Das ist die intensivste und zugleich auch spannendste Phase. Und dann denke ich zurück an den Anfang der Entstehung des Hefts. Das Thema „Arbeitswelten“ (oder hiess es da vielleicht erst „Arbeit“?) stand schon über ein halbes Jahr fest, bis wir an der Januarsitzung 2013 in die Planung des Heftes eintauchten. Wie gewohnt sehr lebhafte Diskussionen. Tausend Ideen für Artikelthemen, genügend Vorschläge für mögliche Autorinnen. Zum Glück steht eine Kollegin am Flipchart. Mit meinem dicken Bauch bleibe ich lieber sitzen. Am Schluss des Tages steht ein Konzept. Es ist klar, wer welche Anfrage tätigt, wohin der Ball bei Absagen weitergeht und in welche Richtung die einzelnen Artikel gehen sollen. An der nächsten Sitzung wird der Stand der Dinge der Arbeitswelten geklärt und bereits das nächste Heft in die Pipeline gebracht. Ich glänze durch Abwesenheit, aber nicht ohne dass mir einige Gedanken an die Kolleginnen und das Heft durch das benebelte Hirn ziehen. Ich liege im Spitalbett, kämpfe mit einem Virus und bin zugleich sehr glücklich und dankbar über den gesunden Säugling neben mir. Bis die eigentliche Redaktionsarbeit im Juni/Juli losgeht haben wir uns beide von den Strapazen erholt. Ich freue mich, mein Hirn für die Redaktionsarbeit wieder in Betrieb zu nehmen, auch wenn ich mir die Zeit dafür irgendwo abschneiden muss. Die Sitzung der kleinen Redaktion findet im noch kleineren Rahmen als geplant statt: eine Kollegin liegt krank darnieder. Bilder haben wir noch keine, bloss eine Idee. Es fehlen auch noch mehrere Artikel. Himmel – wie sollen wir da sinnvoll das Heft zusammenschustern? Die Sitzung ist trotzdem gut ausgefüllt mit Diskussionen über redaktionelle Eingriffe und Ideen, wie wir mögliche Lücken füllen könnten. Wir sind uns einige, welcher Artikel an welcher Stelle im Heft platziert werden soll. Die To-Do-Liste ist lang. Vieles ist noch unklar. Zum Glück gibt es E-Mail! (Wie haben unsere Gründerinnen wohl früher gearbeitet? Schlicht unvorstellbar.) Ich schicke mal flugs überarbeitete Artikel durch den Äther, um von den Autorinnen ihr OK einzuholen oder um Rückfragen zu stellen. Und die Bilder. Zusammen mit einer meiner Kolleginnen halte ich eine Telefonkonferenz. Beide sitzen wir vor unseren Computern und schauen Bilder an, die wir per Mail ausgetauscht hatten, resp. die wir in einem Online-Archiv suchen. Langsam wäre ich froh, wenn ich die Arbeit abschliessen könnte. Oh weh: Ein Artikel ist noch um ca. ein Drittel zu lang. Ich weiss wirklich nicht mehr wie ich dieses dichte Opus kürzen kann. Zum Glück bekomme ich Unterstützung…

Endlich: Liebe Kolleginnen von der kleinen Redaktion. Hier sind „meine“ Beiträge und die Bilder zur Weiterleitung an unsere Layouterin. *Send* Uff! Ich bin ja schon sehr gespannt, wie diese das Heft gestaltet.

Zurück aus den Ferien: Die Druckfahnen sind da. Das ist für mich fast wie der „Briefkastenmoment“, der Zeitpunkt, an dem ich das Heft mit Eifer noch einmal anschaue und mich freue. Ich staune jedes Mal wieder, wie anders – unendlich viel ansprechender – das gelayoutete Werk ist als die Teile, die wir dafür geliefert haben. Grossartig! Was werden die Kolleginnen und die Leserinnen und Leser wohl dazu sagen? Zum Näher auf der Rückseite? Korrekturlesen ist nochmals Knochenarbeit, aber das schaffen wir nun auch noch. Noch ein paar E-Mails und Telefonate und wir geben das „Gut zum Druck“ an die Layouterin und damit die Fäden aus der Hand. Zum Glück dauert es einige Wochen, bis das Heft tatsächlich physisch bei mir landet. Zu schnell könnte ich es nicht ertragen. Ich glaube fast, grad JETZT ist aber der Zeitpunkt gekommen, es doch endlich in die Hand zu nehmen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Redaktionstagebuch abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s