Soll er doch unten durch gebären!

Ute Lemper – Broadway-Starlett all over the world – findet in Inas Nacht, der Late-Night-Show des NDR: „Kaiserschnitt oder unten durch soll jeder so machen wie er will“. Da stellt sich doch mal wieder die Frage, ob Frauen tatsächlich durch die männliche Sprache vergessen werden. Aber beim Thema Gebären kann das doch gar nicht sein. Da sind die Frauen nicht mit-, sondern ausschliesslich gemeint. Hier haben sie Exklusivrechte … zumindest biologisch. Auf transsexuelle Männer würde Lempers Satz aber durchaus passen, wenn sie die Herausforderung einer Schwangerschaft angehen, obwohl sie als Mann leben … in einem Körper mit Gebärmutter.

Wenn es ein feministisches Ziel ist, Frauen und Männer gleichberechtigt leben zu lassen, oder – noch besser – die Bipolarität der Geschlechter aufzuweichen, dann käme so ein salopper Satz „soll er doch unten durch gebären“ fast visionär daher.

Aber wie sprechen und schreiben wir am besten, damit in unserer Sprache möglichst wenig vergessen wird? Ist das „ende“ am Ende das Beste, liebe Blog-Lesende?

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(mehrere Antworten möglich)

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5 Antworten zu Soll er doch unten durch gebären!

  1. Simone schreibt:

    Mir gefällt eine Vielfalt möglicher Schreibweisen. Hauptsache es ist erkennbar, dass an die Vielfalt der Menschen und Möglichkeiten gedacht wurde beim Sprechen und Schreiben. Von dem her mag ich den Zwischenraum bei Lehrer_innen.

    • KaWi schreibt:

      stimmt! beim Zwischenraum ist mehr Platz als bei nem Punkt 🙂 Aber wenn zuviel Platz ist, entstehen Missverständnisse (s. Lieferschein / innen …). Ich warte noch auf Inspiration aus anderen Sprachen … el problema y la solución

      • matmoni schreibt:

        wenn grad von spanisch die rede ist: da gibts mit @ eine kreativ-einfache Lösung. maestr@ (o und a in einem)

      • reda schreibt:

        Bei „WoMan“ geht das auch – aber es sieht nicht so hübsch aus 🙂

  2. Phantasie ist auch jeden Fall gefragt. Doch für Begründungen für eine ausschliesslich männliche Schreibweise habe ich definitiv kein Verständnis mehr. Kürzlich in einem Vorwort zu einem Buch 2007 erschienen: «Aus Gründen der Einfachheit wähle ich die traditionelle männliche Sprachform; mit dem – in den Texten zur Wirkungsästhetik üblichen – Begriff des „Lesers sind aber immer auch Leserinnen gemeint und angesprochen!» Das ist doch Schnee von gestern!

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