Gegen Gewalt an Frauen: Gratis-Tanzen nicht umsonst

Bildschirmfoto 2013-11-18 um 14.47.03Bereits zum sechsten Mal beteiligen sich verschiedene Institutionen, Beratungsstellen und Projekte an der internationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Vom 25. November bis am 10. Dezember setzen sie mit verschiedenen Aktionen ein öffentliches Zeichen gegen häusliche Gewalt.
(Andrea Wechlin, Luzern)
Auch in der Zentralschweiz gehört Gewalt in der Beziehung oder in der Familie zur traurigen Realität. Trotz einem breiten Hilfs- und Unterstützungsangebot fällt es Gewaltbetroffenen oft schwer, sich aus der Beziehung zu lösen. Verschiedene lokale Beratungsstellen, Schutzeinrichtungen, Vereine und kantonale Stellen beteiligen sich an der Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Sie setzen mit einem vielfältigen Programm zwischen dem 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, und dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen gegen Gewalt und machen auf diese alltägliche Form von Menschrechtsverletzung aufmerksam.

Bäckereien unterstützen Kampagne
Zum Start der Zentralschweizer Kampagne werden am Montag, 25. November 2013, an den Bahnhöfen Luzern, Zug, Sursee und Wolhusen frühmorgens Kampagnenbrötchen in Papiertüten mit dem Aufdruck «Häusliche Gewalt kommt bei uns nicht in die Tüte» an Passantinnen und Passanten verteilt. In den kommenden Tagen werden zudem über 200’000 Papiertüten mit aufgedruckten Notfalladressen in über 40 Bäckereien im Kanton Luzern und in Zug im Verkauf eingesetzt und erreichen so Personen unterschiedlicher sozialer Herkunft und jeglichen Alters. Dieses Jahr wird die Aktion vom Bäcker- und Confiseurmeister-Verband Luzern unterstützt.

Mit Gratis-Postkarten gegen Gewalt
Mit der Gratis-Postkartenaktion «love me tender» und «I can’t stopp loving you» wird ein weiteres Zeichen gegen Gewalt in Beziehungen gesetzt. Sie macht darauf aufmerksam, dass nach wie vor jede fünfte Frau in der Schweiz im Rahmen ihrer Beziehung körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfährt und mehr als die Hälfte der Tötungsdelikte in der Schweiz im Rahmen von häuslicher Gewalt verübt werden. Häusliche Gewalt ist nicht das Problem Einzelner, sondern ein gesellschaftliches Problem.

«One Billion Rising» – erstmals in Luzern
Die internationale Bewegung «One Billion Rising» ist eine Tanz-Aktion, welche weltweit ein Ende der Gewalt gegen Frauen fordert. Die Zahl One Billion (engl. für eine Milliarde) bezieht sich auf ein Drittel Frauen und Mädchen, die in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigungen oder Misshandlungen werden. Das Lied «Break the Chain» von Tena Clark und ein speziell dazu entwickelter Tanz stehen für die Bewegung und fordern auf der ganzen Welt Menschen auf, öffentlich mitzutanzen. In Luzern bietet sich am 30. November um 10.00 Uhr auf dem Bahnhofsplatz, um 10.30 Uhr auf dem Kapellplatz und um 11.00 Uhr auf dem Rathausplatz die Möglichkeit dazu.

Eine Reihe von Veranstaltungen vervollständigt die Kampagne. Das Frauenpalaver des SAH Zentralschweiz zum Thema Zwangsheirat, die Ausstellung Willkommen zu Hause in der Reformierten Kirche Zug, die FilmTage Luzern sind nur einige der Highlights des diesjährigen Programms.

Nationales Programm: www.16tage.ch 

Nationale Kundgebung gegen Gewalt an Frauen am
Sa 23. November 2013
15 Uhr, Bundesplatz Bern

Tanz-Flashmob zu „Break the Chain“
 Sa 30. November 2013
in Luzern auf verschiedenen Plätzen
OneBillionRising_Flyer_2013

Schreiben Sie uns, wenn Sie eine Tanzlehrerin für den Flashmob suchen.

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