Süddeutsche Zeitung liest FAMA?

aktuelle FAMA

Die Zeitschrift: FAMA

Die FAMA-Redaktion staunte nicht schlecht, dass die Süddeutsche Zeitung in der Kolumne Streiflicht (2.Mai) auf einen Artikel in der FAMA reagierte.
In der Januar-Ausgabe „Sprache“ stellte Katja Wißmiller die Impulse von Lann Hornscheidt dar, wie Sprache sich weiterentwickeln könnte und wie Bedeutungsvielfalt sprachlich auch darzustellen sei. Dies vor dem Hintergrund, dass unsere Sprache zutiefst von verschiedenen Machtstrukturen geprägt ist, die in feministischer Arbeit aufgebrochen werden. Wird Sprache verändert, geschieht eine Handlung, welche Folgen hat für die Gesellschaft. Anders gesagt: An den Handlungen ist zu erkennen, wes Geistes Kind die Sprache ist.
Da es durch das Streiflicht etwas Verwirrung gab, was der FAMA-Artikel (und v.a. Hornscheidts Arbeit) beinhaltet, sei beides hier auch für Nicht-Abonnent_innEn ins Netz gestellt:
FAMA_1_14_Sprache lädt ein /kw
Link zur PDF-Leseprobe in der Süddeutschen

Verwirrend ist im Streiflicht der Bezug zur Emmausgeschichte, in der erst durch eine Handlung Jesu der Groschen fällt. Dass Kleopas und seine Begleitung „glücklich“ waren, muss  die Verfasserin des Streiflichts/sz aus irgendeiner Kinderbibel haben. Biblisch ist diese Regung nicht belegt. Eher Angst und Furcht und ein brennendes Herz, während Jesus spricht. Wenn es neben dem Sprachhandeln tatsächlich eine emotionale Parallele zwischen Hornscheidts Theorien und der Emmaus-Geschichte geben solle, dann wohl eher ein irgendwie „brennendes Herz“ für eine bestimmte Sache. Unterdrückung und Diskriminierung in der eigenen Sprache zu entdecken, macht jedenfalls nicht „glücklich“.

 

 

Blogeintrag Januar 2014:
Einfach unverschämt zuversichtlich

Die feministisch-theologische Zeitschrift FAMA geht in den 30. Jahrgang und eröffnet ihn mit einer Ausgabe zum Thema Sprache. Wie können Menschen zur Sprache finden, wenn Krieg und Zerstörung die Sprache zerschlägt, sei es im versehrten Jerusalem vor 2500 Jahren oder im Balkan des 20. Jahrhunderts? Welche Identität geben Dialekt und Hochsprache, in der deutschen Schweiz, und ähnlich spannend auch im jüdischen Bereich mit dem Jiddischen als „Waiber-Taitsch“ und der gelehrten Hochsprache Hebräisch? Ausserdem erfahren FAMA-Lesende mehr zur Gebärdensprache und zu Wegen und Irrwegen auf der Suche nach einer subjektbewussten Sprache, auch im Gottesdienst. Die FAMA-Frauen laden mit diesem Heft zu ihrem Jubiläum ein, mit Buchvernissage und Podium am 21. März 2014 im Zürcher Kunsthaus. Buch und Jubiläum stehen unter dem Titel: „einfach unverschämt zuversichtlich.“

Für die Agenda:
Freitag, 21. März, 18.30 – 21.30, Kunsthaus Zürich, Grosser Vortragsaal

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