Wie denken wir die Schweiz? – Nein zu Ecopop!

Und wieder steht eine Abstimmung bevor, die – mal ganz abgesehen von den praktischen Konsequenzen im In- und Ausland – das Bild der Schweiz mit dunklen Strichen mitmalen will.

Von verschiedenen Seiten kommen Warnungen vor und Argumente gegen die sog. Ecopop Initiative. So etwa vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund sek unter dem Motto „Heimat ist Geschenk“. Oder vom cfd. Oder von der Gruppe „Frauenstimmen gegen den Krieg“ mit dem Titel „Frauen sagen nein zur Ecopop-Initiative„. Oder vom SKF: “ Die Arbeit des Elisabethenwerks in Indien und die Ecopop-Initiative. Hintergrund-Informationen von Damaris Lüthi, Elisabethenwerk, Projektverantwortliche Indien“. Auch die Caritas stellt ein Papier zur Verfügung: „Bevölkerungspolitik auf Irrwegen“ und Brot für Alle titelt: „Überkonsum begrenzen statt Grenzen dicht machen“.

Am Samstag, 1. November treffen sich Demonstrationsfreudige und andere Aktivistinnen zur Demo auf dem Bundesplatz in Bern, 14.30 Uhr.

In diesem Zusammenhang krame ich die 1.August-Post des interreligiösen Think-Tank aus der Schublade: Der Interreligiöse Think-Tank hat seine Vision einer anderen Schweiz entworfen – einer weltoffenen und pluralistischen Schweiz der Zukunft: Die Schweiz im Jahr 2020: „Anstelle des abgrenzenden ‚Wir und die Anderen‘ tritt ein ’neues Wir‘, dessen Basis Zugehörigkeit, Interdependenz und Partizipation sind. Dieses ‚Wir‘ konstituiert sich stetig in einem offenen und fliessenden Prozess und orientiert sich an humanistischen, menschenrechtlichen, ökologischen und friedenssichernden Ideen.“

Unser Heft ist schwarz-weiss. Aber wir denken die Schweiz bunt.

die FAMA Redaktion

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Eine Antwort zu Wie denken wir die Schweiz? – Nein zu Ecopop!

  1. matmoni schreibt:

    Die Ecopop-Initiative gibt darüber hinaus vor, Umweltprobleme lösen zu wollen – dabei soll der Pro-Kopf-Verbrauch der Schweiz kein Thema sein, sondern die Zahl der Köpfe. Das ist ein Diskussionsniveau, das in der Mitte der 60er Jahre vorherrschte. Durch die Verquickung der Initiative mit der Forderung, Gelder für „Familienplanungsprogrammen im Süden“ auszugeben, offenbart sie sich nicht nur als rassistisch, sondern auch als frauenfeindlich. Die Erkenntnis, dass selbstbestimmte Reproduktion ein Grundrecht ist, und dass dieses mit der Verbesserung des gesellschaftlichen Status von Frauen einhergeht, ignoriert die Initiative.

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