Jesus for President. Warum ich Gott auch ‚Herr‘ nenne

Ein Artikel aus: FAMA 3_2015 Demokratie

Christine Stark

Herrgott nochmal, die Sache mit dem Herrn ist wirklich verflixt. Für FeministInnen ist dieser Gottes- und Christustitel immer wieder ein Stein des Anstosses, heiss diskutiert bei jeder Bibelübersetzung, und auch bei der Gottesdienstvorbereitung ein Stachel unter der Computertastatur. Natürlich kann ich Lesungen, Gebete und Predigt gendergerecht formulieren; auch etablieren sich andere Namen für die Ewige immer mehr und führen unsere beschränkten Vorstellungen von Gott ins Weite. Doch spätestens bei der Liedauswahl klingelt er mir wieder in den Ohren: der Herr Herr.

Bundespräsident Jesus Christus

Es ist an der Zeit, sich damit zu befassen, weil uns dieser Stein eh immer wieder vor die Füsse rollt. Die flapsige Bemerkung eines Professors aus meinem Studium kommt mir wieder in den Sinn: Er meinte, dass das griechische „Kyrios“ (eben wörtlich: Herr) im Neuen Testament eigentlich mit „Bundeskanzler“ wiedergegeben werden müsste. Warum? Um die herrschaftskritische Provokation abzubilden, die darin angelegt ist, Jesus als „Kyrios“ zu bezeichnen, war dies doch ein Titel des römischen Kaisers. Wenn wir die subversive Absage an die Cäsaren in unsere Zeit übertragen möchten, müsste Jesus im deutschsprachigen Raum also „Bundeskanzler“ oder „Bundespräsident“ genannt werden! Eine Umsetzung dieser Idee würde wohl albern klingen. Doch sie erinnert mich daran, dass das Christentum auch unter demokratischen Verhältnissen sein herrschaftskritisches Potential behalten muss – und dass gerade dieses Potential, das unter dem herrischen Titel Herr verborgen liegt, auch feministisch entfaltet werden sollte.

Den Herrn streichen?

Natürlich ist der Kyrios-Titel nicht aus der Luft gegriffen oder einzig aus antirömischen Ressentiments ins Neue Testament geraten. Die ersten ChristInnen verwendeten ihn bereits als Bezeichnung für Gott, ein Surrogat eigentlich, ein Ersatzstoff, um Gottes Namen zu heiligen, indem er nicht ausgesprochen wird. Das führte noch in alttestamentlicher Zeit dazu, den Gottesnamen „JHWH“ mit dem Titel „Herr“ zu ersetzen. In der Septuaginta, der griechischen Version der hebräischen Bibel, steht dann einfach „Kyrios“. Dieser patriarchale Platzhalter sitzt ganz schön fest im Sattel und wird bis heute im deutschsprachigen Raum als Herr weitertradiert, in Kapitälchen gefasst, um das vierbuchstabige hebräische Schriftbild zu imitieren. Ist es an der Zeit, ihn zu streichen, auch weil dahinter geschlechtsspezifische Herrschaftsansprüche von Traditionalisten verborgen liegen? Jedoch werden genau solche Ansprüche durch den Kyrios-Titel torpediert, liegt seine Pointe doch darin, dass jede Herrschaft von Menschen über Menschen nichtig ist, auch die Dominanz von Männern über Frauen. Nur leider haben dies noch nicht alle irdischen Herren in Theologie und Kirche verstanden.

Die Entherrlichung im Blick behalten

Und gerade deswegen birgt für mich das Wörtchen „Kyrios“ weiterhin subversives und geradezu feministisches Potential, fährt es doch ausgerechnet als maskuline Bezeichnung für Gott und Jesus allen männlichen Herren an den Karren; eine Feminisierung in „Herrin“ nähme dem Ganzen die Spitze. In Anlehnung an Kurt Marti möchte ich sagen: „Das könnte den Herren der Welt ja so passen“, dass wir Frauen davon ablenken, dass sie es sind, die ein Herrschaftsproblem haben. Wohlwissend dass es sich um ein Surrogat handelt, verwende ich neuerdings wieder vermehrt den Titel Herr. Schliesslich dient er theologisch weniger einer vermännlichenden Verherrlichung Gottes als vielmehr der Entherrlichung männlicher Herrschaft. So überdauert die herrschaftskritische Dimension von „Herr“ die alte antikaiserliche Polemik. Doch erschöpft sich die politische Brisanz nicht in feministischer Subversion, den Herren der Welt eine Absage zu erteilen. Sie bleibt anstössig auch für demokratische Gesellschaften. Auch wenn sich das Christentum – dem Herrn sei Dank – vielerorts demokratisiert und kirchliche Strukturen auf Mitbestimmung bauen, sollte es weiterhin jede Herrschaft stets kritisch in Frage stellen, auch jene demokratisch legitimierte Herrschaft der Mehrheit.

Von der Anarchie träumen

Das Christentum zeigt sich hinsichtlich Staatsformen recht anpassungsfähig. Es hat weder das römische Kaiserreich noch die feudalen Machtstrukturen des europäischen Mittelalters noch die moderne Demokratie erfunden. Es findet sich jeweils vor in einem Staatsgefüge und sollte sich seine Widerstandskraft gegen die Schwäche menschlicher Herrschaft bewahren. Es ist nicht per se demokratisch, aber auch nicht antidemokratisch, kommt doch die Idee einer sich selbst tragenden Gesellschaft von Gleichen dem beinahe mythischen Ideal der urchristlichen Gemeinde recht nahe, die „ein Herz und eine Seele“ gewesen sein soll. Nehme ich aber die christliche Absage an jede menschliche Herrschaft ernst, so entspricht ihr als politische Organisationsform noch am ehesten die Anarchie, die Herrschaftslosigkeit, also das gelingende Zusammenleben ohne (menschliche) Machtausübung. Dies freilich ist eine Utopie. Doch schliesslich suchen ChristInnen – in Anlehnung an Hebr 13,14 gesagt – nicht einen bleibenden Staat, sondern einen zukünftigen, wie jenseits auch immer dieser scheinen mag.

 

Christine Stark, FAMA-Redaktorin, Dr.theol., unter vier deutschen Bundeskanzlern aufgewachsen und in Zeiten von Bundeskanzlerinnen als Doppelbürgerin bei Schweizer Abstimmungen aktiv beteiligt.

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15 Antworten zu Jesus for President. Warum ich Gott auch ‚Herr‘ nenne

  1. Dieser Artikel regt meinen Widerspruch: Ich kann der Gottesanrede „Herr“ nun wirklich nichts feministisches abgewinnen!
    Und wenn schon Kurt Marti zitieren, dann bitte in voller Länge:

    Anderes Osterlied
    Das könnte den Herren der Welt ja so passen,
    wenn erst nach dem Tod Gerechtigkeit käme,
    erst dann die Herrschaft der Herren,
    erst dann die Knechtschaft der Knechte
    vergessen wäre für immer!

    Das könnte den Herren der Welt ja so passen,
    wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe,
    wenn hier die Herrschaft der Herren,
    wenn hier die Knechtschaft der Knechte
    so weiterginge wie immer.

    Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden,
    ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle
    zur Auferstehung auf Erden,
    zum Aufstand gegen die Herren,
    die mit dem Tod uns regieren!

    Das Gegenteil von „Herr“ ist zudem nicht „Herrin“, sd. „Frau“, wie Profn. Drn. Magdalene L. Frettlöh in ihrem wunderbaren Essay mit dem Titel „Dogmatischer Einfalt mit biblischer Vielfalt begegnen oder: Wider den HERRlichkeitsjargon in der Gottesrede“ ausführt:
    http://www.theol.unibe.ch/unibe/theol/content/e2480/e3178/e3179/linkliste565618/Konstruktiv_2014_2.GzD_1.09.2014_ger.pdf (S. 8 & 9).

    Dass der Titel „Herr“ theologisch weniger einer vermännlichenden Verherrlichung Gottes als vielmehr der Entherrlichung männlicher Herrschaft dient, bezweifle ich: Wer macht schon diese gedanklichen Kapriolen, wenn er oder sie die so hört? Sprache prägt bekanntlich Bewusstsein, das wissen wir doch schon seit Luise F. Pusch. Herrschaftkritisch für mich wäre nicht die ewige Reproduktion dieser Anrede, welche eigentlich nur einen Rufnamen darstellt, der Vielfalt an biblischen Bezeichnungen jedoch nicht gerecht wird (cf. Frettlöh), sd. das Aufbrechen von Geschlechterdichotomien anhand alternativer, in der Bibel durchaus vorhandener Gottesbilder, welche die aristotelische Zweiteilung unserer Welt und Wahrnehmung heilsam durcheinanderbringt.

    An der Pfarrkonfeenz der Zürcher Landeskirche im Juni in Horgen gestalteten vier Frauen die Andacht: Gesungen wurden „herrliche“ Lieder, in der Schriftlesung kam zumindest „Adonaj“ ins Spiel und entlassen wurden wir mit einem „herrlichen“ aronitischen Segen: Ich fühlte mich nicht gesegnet danach und wähnte mich wie im falschen Film! Mein Fazit: Ich sprüh’s an jede Wande: Neue Gottesnamen braucht das Land (und die Welt)!

    • Maria Portmann schreibt:

      Ganz herzlichen Dank für Ihre Widerrede, Frau Gisler. Als Nicht-Theologin, die sich mit der „herrlichen“ Kirchensprache nicht angesprochen und abgeholt fühlt, haben sich meine Nackenhaare gesträubt, als ich im Artikel von Frau Stark las, dass sie wieder das Wort „Herr“ einsetzt. Die allermeisten Gottesdienstbesucher/innen haben nicht den theologischen Hintergrund, um die Sprengkraft des Wörtchens „Kyrios“ zu kennen. Für all diese Menschen wird „Herr“ tatsächlich mit männlich, einem männlichen Gott gleichgesetzt. Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass mindestens feministische Theologinnen nicht so sehr die sprachlich-theologische Bodenhaftung verlieren. Ich wünsche mir eine Gottessprache, die mich und andere Frauen in unserem Frau-Sein anspricht. In der Tat: Nach wie vor brauchen wir Frauen (und viele Männer), das Land und die Welt neue Gottesnamen!

  2. thierrymoosbrugger schreibt:

    das ist schwierig mit dieser sprache…
    und in diesem zusammenhang fände ich (statt „herren und frauen“) den terminus „herren und damen“ fast noch besser. und würde kurt marti dann folgendermassen entmachoisieren:

    Das könnte den Damen und Herren der Welt ja so passen,
    wenn erst nach dem Tod Gerechtigkeit käme,
    erst dann die Regentschaft der Damen und Herren
    erst dann die Knechtschaft der Unterdrückten
    vergessen wäre für immer!

    Das könnte den Damen und Herren der Welt ja so passen,
    wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe,
    wenn hier die Regentschaft der Damen und Herren,
    wenn hier die Unterdrückung der Knechte
    so weiterginge wie immer.

    Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden,
    ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle
    zur Auferstehung auf Erden,
    zum Aufstand gegen die Damen und Herren,
    die mit dem Tod uns regieren!

    das problem, dass jesus nich bisexuell war, bleibt bestehen, da hab ich auch keine idee 🙂

    • Mit Verlaub: Kurt Martis Gedicht muss nicht „entmachoisiert“ werden; die kirchliche und liturgische Sprache sollte es: Bitte zuerst den Artikel von Frau Frettlöh lesen; auf diesen habe ich mich nämlich bezogen! Das Gedicht von Kurt Marti ist immer noch treffend in seiner rein männlichen Form: Nach wie vor ist es leider männliche Gewalt, welche Länder in Kriege stürzt und unsägliches Leid verursacht und zur momentanen Flüchtlingskatastrophe führt. Klar können Frauen auch Mittäterinnen sein; im Kleinen, wie im Grossen auch die wenigen, welche an die sog. „Macht“ gekommen sind.
      Doch noch immer werden in Konflikten und deren Lösung die Anliegen von Frauen und deren Partizipation zu wenig ernst genommen. Seit dem Jahr 2000 gibt es die UNO-Resolution 1325, welche vorschreibt, Frauen bei Friedensverhandlungen einzubeziehen als Betroffene, wie auch als Mediatorinnen: https://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_1325_des_UN-Sicherheitsrates. Beispiele für eine Umsetzung gibt es: SO z.Bsp. die eben in Pension gegangene und eben mit dem Deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete CH Spitzendiplomatin Heidi Tagliavini oder die „PeaceWomen“, welche dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiern: http://www.1000peacewomen.org/

      • thierrymoosbrugger schreibt:

        naja. wenn zb in der bibel gefordert wird, „hirtinnen und hirten“ zu schreiben, auch wenn es historisch keine hirtinnen gab, oder „manager und managerinnen“, auch wenn die managerinnen (leider) in der unterzahl sind, dann gilt das auch umgekehrt. solange täterInnen-opfer bzw „gut und böse“ säuberlich auf die geschlechter verteilt werden, wird die alte genderungerechte moral weiter reproduziert, und die emanzipation bleibt stecken. erst wenn man täterInnen- und opferschaft beiden geschlechtern zuschreibt, werden frauen aus dem status des „schwachen geschlechts“ befreit.

  3. Ich habe kein Interesse an der klassischen Emanzipation: Ich möchte nicht einen Teil des Kuchens, sondern einen anderen: Diesen zu backen (um bei der hausfraulichen Terminologie zu bleiben), bzw. die Zutaten dazu mit bereit zu stellen sind Männer herzlich eingeladen! Wenn Sie meine Ausführungen genau lesen, merken Sie, dass ich differenziere: Ich sehe Frauen nicht als Opfer und Männer per se als Täter. Doch kann ich über Tatsachen, wie die von mir geschilderten nicht hinweg sehen. Ich orte bei Ihnen eine gewisse Empfindlichkeit bei diesem Thema, welche ich durchaus nachvollziehen kann.
    Und wer sagt denn, es habe zu biblischer Zeit keine Hirtinnen gegeben? Und Gedichte haben ein Copyright und sollen nicht mir nichts dir nichts umgeschrieben werden.

  4. Simone Rudiger schreibt:

    Ich bin so weit einverstanden mit dir, Thierry, als dass natürlich männlich und „böse“ bzw. weiblich und „gut“ nicht telquel gleichgestellt werden können. Aber: Leider ist das Täter_innen – Opfer – Schema immer noch sehr häufig von männlicher Täterseite her ausgehend, weshalb m.E. auch nicht generell immer beide bzw. alle sprachlichen Genderformen benutzt werden können. Ich würde da genau hinschauen und mich je differenziert ausdrücken.
    Was die Hirtinnen betrifft – dies nur nebenbei – ist der Bibelwissenschaftler Jürgen Ebach explizit nicht deiner Meinung: „Dass es Hirtinnen im biblischen Israel gab, lässt sich schlechterdings nicht bestreiten.“ schreibt er (siehe http://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/wp-content/uploads/nachworthirtinnen.pdf).
    Doch zurück zu „Herr“ als Titel: Ich persönlich verwende in der Liturgie den Titel eher selten, schon gar nicht als Anrede im Gebet (weder für G*tt noch für Jesus). Aber als Hoheitstitel neben Messias, Christus, Bruder, Freund, Begleiter etc. taugt „Herr“ für mich besonders in Abgrenzung zu den mächtigen Frauen und Männern dieser Welt. Insofern finde ich den Artikel von Christine inspirierend.

    • Esther la Pasionara schreibt:

      @Simone Rudiger: Schön wäre es auch, wenn Sie nicht nur einem Mann Nachhilfeunterricht re Geschlechterverhältnisse auf dieser Welt geben würden, sondern vielleicht auch inspirierend fänden, was Frauen wie Profn. Frettlöh zum Thema zu sagen haben. Sich auf Frauen und ihre Gedanken zu beziehen (z.Bsp. auch meine) wäre ein Schritt im Sinne des „affifamento“ der Diotima-Philosophinnen.

      • Simone Rudiger schreibt:

        @ Esther Gisler Fischer bzw. la Pasionara: Ich les den Artikel von Frau Frettlöh sehr gerne, wollte aber in nützlicher Frist reagieren und meinen eigenen Umgang mit „Herr“ hineinbringen. Vielen Dank für Ihre Anregung, ich finde es interessant hier unterschiedliche Stimmen und Ansichten beisammen zu haben und auch kontrovers zu diskutieren.

  5. Wunderbar: „Streitet Frauen!“ hiess doch die Jubiläumsausgabe der FAMA. Dies auf diesem Blog tun zu können, schätze ich.

  6. matmoni schreibt:

    Ich finde den Artikel sehr anregend. Den ‚Herrn‘ bringe ich nicht über die Lippen und ich bin froh, wenn ich ihn im Gottesdienst nicht hören muss. Aber die von Christine Stark beschriebene Kritik an weltlicher Herrschaft ist mir etwas vom wichtigsten am Christentum. Die Bezeichnung Kyrios für Gott und/oder Jesus war in der Antike ein genialer Schachzug. Welche Begriffe haben wir in unserer heutigen Zeit? Wo liegt die Macht und wie lässt sie sich begrifflich festmachen und ummünzen?

    • Die Macht für Neubezeichnungen GOTTES liegt bei uns! Allzuoft wird v.a. in den monotheistischen Religionen der Begriff und missbraucht und damit auch das Anlitz „DER EWIGEN“ beschmutzt. Uns da gerade als Theologinnen mit befreiungstheologisch-feministischen Profil einzumischen ist ein Gebot der Stunde. Mit Mitbloggerin Maria Portmann bin ich der Meinung, dass dabei der „Herr“ keinen Platz mehr hat; seien wir doch kreativer! Wie dies gehen könnte, führt unsere Kollegin Pfrn. Brigitte Becker in dem von ihr verfassten Teil des Standpunktes zu Feministischer Theologie der Evangelischen Frauen Schweiz anregend aus: http://www.efs-fps.ch/fileadmin/efs/Publikationen/Standpunkte/Standpunkt_Fem._Theologie_dt_.pdf

  7. Christoph Jungen schreibt:

    Wird der Autorin Chr. Stark nicht mit einem Grossteil der Empörung Unrecht getan (sie mag es vermutlich ertragen), indem siesich m.E. „lediglich“ dafür stark macht, nicht untergehen oder vergessen zu lassen , was M. Frettlöh in ihrem ausgezeichneten Artikel ja selbst schon im ersten Teil anmahnt:
    „Dass Herr als ein Rufname unter anderen
    … ganz vermieden wird, erachte ich
    allerdings als Verlust – nicht so sehr um des
    Traditionsabbruchs, als vielmehr um der
    Sache willen: Es gibt Situationen, in denen
    mit einem biblischen Text im Namen des
    einen Herrn, dessen Herrschaft Freiheit
    schenkt, menschlichen Herrschaftsansprü-
    chen zu widersprechen und zu widerstehen
    ist (vgl. etwa Jesaja 26,13).“
    Das erübrigt die interessante und wichtige Diskussion hier nicht, sollte jedoch nicht auf Kosten des Wahrheitsaspektes dessen gehen, was die Autorin pointiert herausstreicht.

  8. Ok; 1:0 für Sie Herr Jungen; bzw. den Kyrios, bzw. den HERRN! Meine Empörung richtete sich nicht gegen die Autorin, sd. gegen den HERRN, der in der Gottesrede wie ausgeführt weder vom gemeinen Kirchenvolk noch als herrschaftkritisch verstanden wird, noch von Menschen, welche gern als Herren gegenüber andern Mitwürdeträger_innen auftreten und sich dabei auf DIE EWIGE beziehen. Nun denn; ich lass es nun gut sein! 😉

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