Altenheime

Ethnologisch gesprochen: die liminale Phase vor dem Tod. An diesem Transit-Ort werden BewohnerInnen aus ihren bisherigen gesellschaftlichen Zusammenhängen gelöst Personen „ohne Eigenschaften“. Das klingt jetzt aber schlimmer, als es meistens ist: Die Lebensmüdigkeit, die in A.-en greifbar wird, bedeutet, dass „morgen bin ich vielleicht tot“ den selben Klang bekommen hat wie „morgen gibt es Käsespätzle“, und man denkt sich: beides wäre in Ordnung. Obwohl man keine Käsespätzle mag. (Franziska Holzfurtner, FAMA 1_2016: Auferstehung)

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