Fegefeuer

Die Vorstellung vom F. wird gerne kritisiert. Dabei halte ich sie für einen wichtigen Aspekt der katholischen Jenseitsvorstellungen: Wer stirbt, aber nicht mit sich selbst und anderen im Reinen ist, besonders in Bezug auf Kleinigkeiten, die oder der hat noch die Chance, sich selbst zu verzeihen oder sich von anderen verzeihen zu lassen. Sie oder er muss nicht auf ewig diese kleinen Fehltritte mit sich wälzen. Das finde ich einen schönen und menschlichen Gedanken. Eine Geisterbahn, auf die der Mensch nochmal muss, bevor er in den → Himmel darf, ist das F. aber mitnichten.

(Franziska Holzfurtner, FAMA 1_2016: Auferstehung)
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Eine Antwort zu Fegefeuer

  1. Das Fegefeuer ist kein röm.-kath. Sondergut. Erfahrungen, wonach die Ablösung der Seele vom Körpers; bzw. des feinstofflichen vom physischen Körper, sich während ca. dreier Tage vollzieht (3 Tage bis zur Auferstehung!) und da Ungelöstes, Unerlöstes geklärt wird, ist transkulturell. Gerne weise ich in dieem Zusammenhang auf das „Tibetanische Totenbuch“ hin, welches eine Anleitung zum guten Sterben ist; -einer “ars moriendi” sozusagen: https://de.wikipedia.org/wiki/Bardo_Th%C3%B6dr%C3%B6l

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