Leibliche Aufnahme (Mariens in den Himmel)

Die l. A. Mariens in den Himmel ist ungeachtet ihres jungen Alters (erst seit 1950) ein unglaublich wichtiges Dogma für alle christlichen oder zumindest katholischen Frauen: es bedeutet die Transzendierung und Annahme des weiblichen Körpers in all seinen Erfahrungen und Daseinsformen. Ideen von der Unreinheit des Weiblichen werden hiermit weggewischt: der weibliche Leib ist Teil der himmlischen Herrlichkeit.

(Franziska Holzfurtner, FAMA 1_2016: Auferstehung)
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Eine Antwort zu Leibliche Aufnahme (Mariens in den Himmel)

  1. Die Frage bei diesem Artikel sei erlaubt: Brauche ich als Frau; -sei es nun röm.-kath. oder einer anderen Konfession angehörig-, dieses Dogma wirklich: Es ist wie die meisten den Köpfen von klerikalen Männern entsprungen. Es ging diesen ja wie mit dem Dogma der „unbefleckten Empfängnis“ darum, Mirjam, die Mutter Jesu als eine besodnere Frau darzustellen. Wenn Franziska Holzfurtner dieses nun zugunsten von real existiererenden Frauen umdeutet ist dies hochwohllöblich, doch m.E. immer noch fraglich. Denn ich denke nicht, dass der weibliche Körper transzendiert werden muss. Genügen würde es, er würde zeit seines irdischen Lebens respektiert und Frauen nicht Opfer von Sexismus und Gewal, -auch gerae in den Kirchen! Der Sinn steht zumindest mir nicht danach, nach meinem Tod „Teil der himmlischen Herrlichkeit“ zu sein; -ich würde mich durch männliche Phantasien vereinnahmt fühlen!

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