The@s mit Albe, der Papst, die Männer, Steff la Cheffe

ils et elles existent doch!

Moni Egger

Lesenswerter Rückblick auf den Papstgottesdienst vom 21. Juni in Genf, wo nach gutkatholischer Manier unsichtbar gehalten wurde, was es in den Augen der Oberen nicht geben soll. In diesem Fall Theologinnen und Theologen, die nicht geweiht aber dennoch liturgisch aktiv sind.

In meine Tränen der Wut und den Hoffnungsschimmer auf neue Vernetzung mischt sich ein beat. Steff la Cheffe singt in meinem Kopf. „S isch en Notfall! Herr Doktor, Herr Doktor, i bruche äs Schnäbi zum räppe u so wärs drum wörchlech no gäbig“ (youtube) Ihre Musik hat Drive und Boden, ihre Stimme trägt, fetzt, klug und frech. Da fehlt nichts. Nichts. Ihre Arbeit überzeugt, weil sie gut ist.

Ich merke schon, ich brauche wieder einmal Märchenbilder, um mein Katholischsein zu ertragen … siehe FAMA 2/2018 … und: Da muss mal geputzt werden. Vom „Mannl Spanneland“ und der katholischen Kirche.

Weiterer Pressespiegel:

  • horizonte online, Aargau (mit einem sehr schönen Bild, wie die The@s in Weiss zur Kommunion gehen. Sehr gut sichtbar. Deutlich existent) Der Beitrag wurde inzwischen da und dort verlinkt, und z.B. auch von kath.ch als News übernommen.
  • Pfarrblatt Bern
  • kath.ch berichtet über Anliegen von Diakonen aus dem Bistum St. Gallen, Frauen zu Diakoninnen zu weihen. So bereits auch im Februar 18 der Seelsorgerat Zürich

im Vorfeld:

dazu passend …

Gedanken zum Tag der Diakonin im April

Dürfen Frauen dienen? Aber sicher – so lange sie das ohne Weihe tun. Geht es um den Diakonat, wird die Sache kritisch.

Der 29. April ist der Gedenktag von Katharina von Siena. Im Andenken an die bedeutende und einflussreiche Heilige feiert der Katholische Deutsche Frauenbund seit 20 Jahren an diesem Tag den „Tag der Diakonin“. Seit 20 Jahren setzt der Verband damit ein Zeichen für die Zulassung von Frauen zum diakonischen Dienst in der Römisch-Katholischen Kirche. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto „Die Zeit zum Handeln ist jetzt!“ Das Abschlussstatement der letztjährigen Tagung hält fest, dass in den vergangenen 20 Jahren sämtliche Argumente ausgetauscht wurden, und die Geduld der betroffenen Frauen und Männer nahezu erschöpft sei.[1] Dem lässt sich nicht viel hinzufügen. Denn obwohl der Katholische Deutsche Frauenbund mitnichten die einzige Vereinigung ist, die sich engagiert für die Zulassung von Frauen zum Diakonat einsetzt, gab es in den letzten Jahrzehnten in dieser Frage keinerlei Fortschritte. Zumindest nicht in der Römisch-Katholischen Kirche – hingegen wurden 2017 in der armenisch- und in der griechisch orthodoxen Kirche mehrere Frauen zu Diakoninnen geweiht.

In der Schweiz ist der Tag der Diakonin kaum bekannt. Das Anliegen jedoch schon. Auch hierzulande gibt es zahlreiche Initiativen, die Bewegung in Richtung Gleichberechtigung fordern. Der Schweizerische Katholische Frauenbund bietet auf seiner Webseite zwei Stellungnahmen an, eine zum Diakonat der Frau (Juni 2016), eine zum Frauenpriestertum (Dezember 2017). Und jüngst trat der Seelsorgerat des Kantons Zürich mit dem Appell an die Öffentlichkeit: „Die Kirche braucht Diakoninnen.“ Josef Annen, der für Zürich zuständige Generalvikar im Bistum Chur, unterstützt dieses Anliegen.[2]

In ihrem Schreiben stellen die Mitglieder des Seelsorgerates eine übliche Grundannahme in Frage: Wer ordiniert ist, leitet. Das sei „eine klerikale Sackgasse“. Vielmehr müsse die Beziehung umgekehrt verstanden werden: Wer leitet, soll ordiniert sein. Eine befreiende Änderung der Blickrichtung! So nämlich ist nicht nur die Zulassungsfrage betroffen, sondern das Weihe- und Amtsverständnis insgesamt. Es ist ja nicht so, dass auf einen Schlag alles im Lot wäre mit der katholischen Kirche, wenn endlich Frauen geweiht werden könnten. Damit die Kirche vom Kopf wieder auf die Füsse kommt, braucht es viel grundlegendere Änderungen. Die Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen ist dafür die Grundlage, nicht das Ziel. Wenn Kirche nicht einfach klerikaler Selbstzweck sein, sondern der Verkündigung der frohen Botschaft in Wort und Tat dienen soll, dann geht es darum, die dafür am besten geeigneten Strukturen zu finden. Dass solche Strukturen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten nicht immer identisch sein können, versteht sich von selbst. Es geht also nicht darum, Frauen wenigstens zu Diakoninnen zu weihen, sondern insgesamt gegenwarts- und zukunftstaugliche Kirchenformen zu finden.

Moni Egger, Dr. Theol., FAMA-Redaktorin

[1]          https://www.kfd-bundesverband.de/fileadmin/Bilder/Presse/Tag_der_Diakonin_2017_Abschluss-Statement.pdf

[2]          https://www.zhkath.ch/news/news-archiv/die-kirche-braucht-diakoninnen

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