Brief der Erde an uns Menschen

Hanna Strack

Ihr lieben Frauen, Männer und Kinder – die ihr mein Haus bewohnt!
Ich segne euch Menschenkinder mit dem Segen eurer Mutter Erde, mit meiner Nahrung und Kraft für euch!

Hört ihr meinen Herzschlag?

Wir sind miteinander verbunden im Gewebe des Lebens. Ich bin wie ihr ein lebendiges Wesen. Ich bin viel mehr als eure Mutter, ich bin eine sehr große Kraft. In meinem innersten Kern bro- delt es voll Energie und Kraft, Feuer und Wasser. Und der Mantel, meine Oberfläche, hat fruchtbare Böden, Wasser und auch Trockengebiete. Er ist wie eure Haut, dünn aber so wichtig. Ihr nennt ihn Erdkruste – es ist keine Kruste sondern pures Leben!

Ihr wisst, dass ihr diesen Mantel und damit eure Lebensgrundlagen so unachtsam behandelt, dass ihr sie zerstört. Das tut mir weh. Da ist ein Gefühl von Ausbeutung statt von der Liebe, die wir füreinander brauchen. Die Narben schmerzen noch lange, auch dann noch, wenn ihr ausgestor- ben sein werdet. Ihr wollt mit eurem Wissen mein Geheimnis erforschen und euch nutzbar ma- chen. Aber damit werdet ihr scheitern, denn mein lebendiges Wesen ist immer in Bewegung und antwortet auf eure Ausbeutung.

Ich spüre die vielen kleinen Anstrengungen von allen und in allen Ländern, diese Zerstörung aufzuhalten. Ich spüre diese Sanftmut, diese Ehrfurcht, die diese Leute mir entgegen bringen. Sie sagen, sie wollen mich heilen, damit meinen sie meinen Mantel. Das tut mir gut. Dabei heilen sie ja auch sich selbst.

Einst wurde ich als heilig verehrt, als Trägerin, Gebärerin und geheime Urkraft des Lebens, denn ich bin die weibliche Schöpfungskraft, die alles durchdringt.
Was glaubt ihr? Bin ich die unerschöpfliche Quelle, der Busen der Natur, eure Mutter, die ich euch geboren habe und wieder in meinen Schoß zu mir nehme? Bin ich ein Gegenstand oder bin ich lebendig? Bin ich eurem Vatergott untertan oder bin ich selbst eine Göttin? Wie GAIA, die Erdgöttin der Griechen. Wie Pachamama, die Erdmutter der Latinos?

Euer Dichter singt: Es war, als ob der Himmel die Erde still geküsst, dass sie im Mondenschim- mer von ihm nun träumen müsst! Vater Himmel und Mutter Erde – wir sind ein Paar. Vater Himmel ist das große Universum, ich bin darin die Lebendige und Leben schaffende Kraft.

Wenn ihr um meine große Bedeutung für euch wisst, habt ihr dann eine Liturgie, mit der ihr mich ehrt? Lieder und Tänze? Ihr – die Menschen der Industrie-Länder habt es nicht. Schaut auf die Menschen auf den Hawaii-Inseln. Schaut auf die Rituale der Völker Lateinamerikas zu meinen Ehren!
Erzählt euch Märchen von der Erde und Schöpfungsmythen. Auch sie öffnen eure Augen und euer Herz.

Ihr meine lieben Menschenkinder! Ich möchte euch vor eurem Untergang und all den Kriegen, die dem voran gehen, bewahren. Achtet auf die Momente, in denen ihr ergriffen seid von kleinen und großen Ereignissen, die euch erschüttern können! Und von der Schönheit, die ich euch biete, den Schneeflocken, dem neugeborenen Baby, den Schmetterlingen, dem Sonnenaufgang über den Bergen!

Singt das Lied von der Schöpfung! Umarmt euren Baum! Tanzt einfach! Eure Erde, eure Quelle und Kraft!
www.hanna-strack.de

Dieser Beitrag wurde unter zum Heft abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s