(K)ein Recht auf Selbstbestimmung

Gesellschaftskritische Perspektiven in der Abtreibungsfrage

Aufgrund einer redaktionellen Panne wurde in der FAMA 3/2018 „Abtreibung“ der folgende Artikel nicht abgedruckt:
Inga Nüthen, (K)ein Recht auf Selbstbestimmung – Gesellschaftskritische Perspektiven. Er kann hier gelesen werden und bringt einen weiteren wichtigen Aspekt, der im Heft bisher wenig zur Sprache kam, nämlich die Frage nach Gerechtigkeit im Bereich der Reproduktion.
Wir empfehlen den Artikel herzlich zur Lektüre und bitten unsere Leser*innen und die Autorin um Entschuldigung.
Das FAMA-Redaktionsteam
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Abtreibung ist kein Verbrechen – Klare Worte an Papst Franzsikus

Sehr geehrter Papst Franziskus,

als Frau und als Vorsitzende des Berliner Diözesanverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes möchte ich Ihnen sagen:

Abtreibung ist kein Verbrechen!

Frauen, die an eine Abtreibung denken, sind keine Verbrecherinnen, sondern Leidtragende. Sie befinden sich in einer ausweglosen Lage und brauchen Hilfe. Das kann auch eine Abtreibung sein. Das ist traurig, aber nicht verdammenswert.

Mit diesem offenen Brief möchte ich alle Frauen in Not unterstützen!

Bitte zeichnen Sie diesen Appell an Papst Franziskus, wenn auch Sie denken, dass Abtreibung nicht mit einem Auftragsmord gleichzusetzen ist. 

Ihre Prof. Barbara John,

Vorsitzende des Berliner Diözesanverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes

Petition unterschreiben: https://www.change.org/p/papst-franziskus-abtreibung-ist-kein-verbrechen

Auch die IG Feministische Theologinnen hat eine Stellungnahme verfasst.

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Kloster Fahr demonstriert für das Stimmrecht von Ordensfrauen an der Bischofssynode

Die Benediktinerinnen vom Kloster Fahr demonstrieren für mehr Einfluss der Frauen in der katholischen Kirche. Sie präsentieren sich mit Flyern, auf denen gefordert wird: «Votes for Catholic Women», Stimmrecht für katholische Frauen.

Priorin Irene Gassmann erklärt: «‹Votes for Catholic Women› ist eine Petition im Zusammenhang mit der Bischofssynode, die verlangt, dass auch (Ordens-)Frauen bei der Synode mitbestimmen können.» Die Bischofssynode wird jeweils vom Papst einberufen, um mit Bischöfen bestimmte Themen zu beraten. Neu werden auch nicht Mönche, die nicht Priester sind, zur Synode zugelassen. Priorin Irene Gassmann fragt: Was ist der Unterschied zwischen einem Mönch und einer Nonne?

der Tagesanzeiger berichtet

#votesforcatholicwomen

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Ärztin verurteilt wegen Information zu Abtreibung

Das Landgericht Giessen, Deutschland, hat im Berufungsverfahren das Urteil gegen die Ärztin Kristina Hänel bestätigt. Kristina Hänel informierte auf ihrer Homepage darüber, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Das Gericht sieht dies als Werbung für Abtreibung – diese ist illegal. Sie wurde zu einer Geldstrafe von 6000.- Euro verurteilt.

ZEIT ONLINE sagt dazu: „Kristina Hänel darf nicht informieren – wir schon“ . Und publiziert einen Artikel mit umfassenden Informationen zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland. Den ganzen Artikel gibts HIER zu lesen.

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Die Schweiz diskriminiert geflüchtete Frauen systematisch – #RememberRefuShes

Die Schweiz muss ihr Asylsystem dringend an die Bedürfnisse von geflüchteten Frauen anpassen. Sie gewährt ihnen nur unzureichenden Schutz in den Kollektivunterkünften, benachteiligt sie im Asylverfahren und verweigert ihnen Unterstützung durch die Opferhilfe.

Dies zeigt TERRE DES FEMMES Schweiz mit der Lancierung ihrer Online-Kampagne #RememberRefuShes.

Als Feministinnen unterstützen wir die Kampagne sehr.

 

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Frau des Monats!

Die IG feministische Theologinnen stellt regelmässig eine feministische Theologin vor. Wir freuen uns, dass Nadja Troi-Boeck aus der FAMA-Redaktion im September/Oktober „Frau des Monats“ ist.

Wie fliesst feministische Theologie in deine Arbeit ein und wie kommt sie bei deinen Adressat*innen an?
Ich nehme in Predigten aktuelle Themen aus der feministischen und der Genderdebatte auf, aber meistens sind es ganz konkrete Momente, wo ich darauf hinweise, dass Flyer nicht gendergerecht formuliert sind usw. Dann bin ich manchmal erstaunt, wieviel Basisarbeit da noch nötig ist und wie wenig Bewusstsein für diese Themen. Sehr erstaunt hat mich zum Bespiel, das Konfirmandinnen völlig überrascht waren, dass es Jüngerinnen gab. Es war für sie eine ganz wichtige Entdeckung. Und ich hab gedacht, das wäre inzwischen Allgemeinwissen, dass Jesus nun nur Jünger hatte, die ihn begleiteten. Also es bleibt dabei, dass das Sichtbarmachen von Frauen in der Bibel, in der Geschichte und Gegenwart ein ganz wichtiger feministischer Auftrag ist.

 

Das ganze Interview gibt es HIER zum Nachlesen. Gute Lektüre!

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“Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister”

Stellungnahme der IG feministischer Theologinnen

Die Zweigeschlechterordnung, nach der sich unsere gesellschaftlichen Institutionen orientieren, bildet die real existierende Geschlechtervielfalt nicht ab und marginalisiert Menschen mit davon abweichenden Geschlechtsidentitäten oder körperlichen Eigenschaften. Die gesetzliche Verankerung weiterer amtlicher Geschlechtseinträge und die Änderung des Schweizer Rechts hin zu geschlechtsneutralen Gesetzen sind deshalb notwendige Schritte, um die Diskriminierung von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung (auch: Intersex) und von Transmenschen zu beenden.
Die IG Feministische Theologinnen begrüsst deshalb den Vorentwurf zur Gesetzesrevision der “Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister” zur vereinfachten Anpassung des Geschlechtseintrags durch das Zivilstandesamt. Sie unterstützt die Vernehmlassung des Transgender Network Switzerland, die wichtige Änderungsvorschläge an diesem Vorentwurf enthält, damit das Gesetz wirklich den Anliegen der Betroffenen entgegenkommt.

Die vollständige Stellungnahme der IG feministischer Theologinnen kann hier eingesehen und/oder heruntergeladen werden.

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