zu FAMA 3/18 Abtreibung: Artikel „Vertraut den Frauen“

Aktivistin und Autorin Sarah Diehl schreibt in der Zeit über Schwangerschaftsabbruch und plädiert für die Abschaffung des Paragraphen 218 in Deutschland und ein gesellschaftliches Vertrauen in Frauen. Das mangelnde gesellschaftliche Vertrauen in Frauen als Expertinnen ihrer Situation führt sie zurück auf ein tief patriarchales Muster:

Das Mutterideal teilt Frauen immer noch in Huren oder Heilige ein. Frauen sollen Heilige sein, also eher für andere Menschen (und Embryonen) da sein als für sich selbst. Wir wollen Zugriff auf die Frau als Ressource haben, die Wärme und Liebe in unserer Gesellschaft spenden soll. Hinter dem Kult um das Mutterideal stehen aber auch ökonomische Interessen. Die Strukturierung der Lohnarbeit, des Steuersystems ebenso wie die geschlechtliche Arbeitsteilung in der Kleinfamilie beruhen auf der emotionalen Zurichtung der Frau als unbezahlte Fürsorgearbeiterin, die freiwillig Liebe gibt.

So Sarah Diehl im Artikel „Vertraut den Frauen“ in der Zeit.  Ihr Ansatz verteidigt eine gesellschaftliche Atmosphäre, die fundierte Sexualaufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln möglich macht und die die Selbstbestimmung in die Hände der Betroffenen legt.

Den ganzen Artikel von Sarah Diehl gibts HIER

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Veranstaltung: Netzwerktagung Society for Women in Philosophy Switzerland

Vom 23.-24. November 2018 findet in Bern die erste SWIP CH Netzwerk-Tagung statt!

Diese Auftaktveranstaltung hat das Ziel, Philosophinnen in der Schweiz zu vernetzen und einen Raum zu schaffen, in welchem sie ihre Forschung bekanntmachen können. Dadurch werden Synergien für gegenwärtige und zukünftige gemeinsame Projekte geschaffen und Studierende können potentielle Projektbetreuerinnen kennenlernen. Gleichzeitig wird die Sichtbarkeit von Philosophinnen innerhalb der Schweiz gestärkt.

Eingeladene, etablierte Philosophinnen aus Schweizer Universitäten werden anhand von Kurzpräsentationen Einblick in ihre Forschungsgebiete geben: Angelika Krebs (Universität Basel), Katrin Meyer (Universitäten Basel und Zürich), Anne Meylan (Universität Zürich), Samia Hurst-Majno (Universität Genf), Patricia Purtschert (Universität Bern), Nadja El Kassar (ETH Zürich), Katerina Ierodiakonou (Universitäten Genf und Athen), Simone Zurbuchen (Universität Lausanne), Anna Goppel(Universität Bern), Christine Abbt (Universität Luzern), Angela Martin (Universität Fribourg), Federica Gregoratto (Universität St. Gallen).

Die Society for Women in Philosophy Switzerland (SWIP CH) wurde im September 2017 als gemeinnütziger Verein gegründet mit dem Ziel, die mangelnde Gleichstellung der Geschlechter im Gebiet der Philosophie zu bekämpfen. Dies beinhaltet die Vernetzung von Frauen (und ihren Verbündeten) zum Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks, Aufklärungsarbeit bezüglich der Probleme für Frauen in der Wissenschaft, respektive Akademie, die Bereitstellung von Ressourcen, um Frauen in ihren Karrieren zu unterstützen sowie die Schaffung eines Raums, um Probleme zu diskutieren, welche Frauen im Allgemeinen betreffen.

 

FLYER der Tagung

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Veranstaltungshinweis: Tagung „Die Geschlechter des Todes“

Sterben – Bestatten – Trauern – Erinnern
3. Tod & Gender-Tagung
14. – 16. Februar 2019
Universität Bern

Alle Infos zur Veranstaltung hier: Flyer_TodUndGender_3Tagung2019_Druck

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Opferschutz oder Kirchenschutz? Stellungnahme der IG

Wenn der Schutz der Institution Kirche über dem Schutz der Opfer steht

Stellungnahme der IG Feministische Theologinnen zu den Missbrauchsfällen in der römisch- katholischen Kirche

Der Klerikalismus der römisch-katholischen Kirche ist eine der Hauptursachen für die zahlreichen Missbrauchsskandale, die immer wieder zutage treten. Die IG Feministi- sche Theologinnen fordert deshalb die Schweizer Bischofskonferenz auf, die klerika- len Strukturen kritisch zu überdenken und sie als Faktoren des Machtmissbrauchs zu verstehen und zu benennen. Sie fordert sie weiter auf, Massnahmen für Strukturrefor- men zu ergreifen, die über Sexualkurse für Priester und andere Präventionsarbeit hin- ausgehen.

Hier die Stellungnahme lesen: IG_Stellungnahme_Missbrauch_Kirche

Ein blog-Kommentar zum club vom Dienstag, 04.09.2018 von Jacqueline Straub.

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Redaktionssitzung

Hirnen über Familie. Aus tausend Ideen sieben auswählen, zu denen es Artikel geben soll. Autorinnen finden. Ob es gut kommt, sehen wir dann im Februar …

„Die liebe Familie“ – ein beliebtes Sujet für Melodramen und Sketches und dennoch bei vielen hoch im Kurs. Familie geniesst nach wie vor einen hohen Stellenwert. Aber wehe, es sollte politisch was zu ihrer Unterstützung durchgebracht werden oder es melden auch Flüchtlinge ein Recht auf Familienleben an. Kompliziert wird’s, wenn Menschen neue Familienbande begründen, sich durch neue Zugehörigkeiten definieren. Das fordert nicht nur die Kirchen mit ihrem traditionellen Familienbild heraus, sondern auch die Gesetzgebung. Wie wenn das nicht schon genug wäre: Auch unter Feministinnen wird gehörig gestritten, wer dazugehört und wem Solidarität gebührt. Grund genug für die FAMA, „der“ Familie auf den Zahn zu fühlen.

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Abtreibung – Netzfundstücke

Es gäbe unzählige Hinweise zum Thema, aber mir – Moni – fehlt grad ganz und gar die Zeit, sie zu sichten und zu gewichten.

Darum einstweilen einfach mal ein Lesetipp von Simone: FAMA Autorin Antje Schrupp über die christliche Auffassung des Tötungsverbots und die damit verbundenen politischen Konsequenzen.

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Abtreibung – FAMA 3/2018

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