Wahrheit hinterfragen – feministische Forschung und fake news

Fama-Redaktorin Tania Oldenhage im Gespräch mit Laura Levitt, Professorin für Religionswissenschaft, Judaistik und Gender an der Temple University in Philadelphia.

In den 1990er Jahren gab es in der feministischen Theologie bereits eine rege Debatte zur Frage, welche Rolle der Poststrukturalismus für den Feminismus spielt. Mit dem Begriff «Poststrukturalismus» wird eine vielfältige und ursprünglich aus Frankreich stammende Denkbewegung verbunden, die unter anderem die Beziehung zwischen Sprache und Wirklichkeit problematisiert. Wenn wir biblische oder andere antike Texte nicht mehr als Fenster zur Realität verstehen können, wird es erheblich schwieriger, die Geschichte von Frauen zu rekonstruieren. Aus diesem Grund wurde den poststrukturalistisch orientierten Feministinnen manchmal vorgeworfen, sie hätten der patriarchalen Geschichtsschreibung nichts entgegenzusetzen. Heute, in Zeiten der sogenannten fake news, ist die Frage nach dem Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit aufgeladener denn je. Laura Levitt, Religionswissenschaftlerin aus Philadelphia, hat diese Debatte mitverfolgt und mitgeprägt. Im Sommer war sie zu Besuch in Zürich, und ich hatte die Gelegenheit, ausführlich mit ihr über dieses Thema zu sprechen.

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